Wer im Frühjahr abends mit einer Taschenlampe am Waldrand unterwegs ist, könnte ihr begegnen – bufo bufo, der Erdkröte. 
Langsam und behäbig wagen sich die Kröten im Dunkeln aus ihrem Winterquartier im Wald und kriechen in Richtung von Tümpeln und Teichen. Da wollen sie laichen, also ihre Eier ablegen, aus denen erst Kaulquappen und dann nach drei bis vier Monaten wieder Kröten werden.
Prima Zäune
Damit nicht jedes Jahr Tausende von Erdkröten überfahren werden, bauen Naturschützer an besonders kritischen Stellen Krötenschutzzäune auf. Das sind etwa kniehohe Zäune aus Plastik, über die die Kröten nicht drüber hüpfen können. Sie hüpfen immer weiter am Plastikzaun entlang und versuchen, über den Zaun zu springen.
Kröten im Eimer
Alle paar Meter sind am Zaun Eimer in den Boden eingegraben. Früher oder später fallen die Kröten in so einen hinein. In diesen Eimern können die Kröten ganz einfach von Menschen über die Straße getragen werden. Zweimal am Tag werden die Eimer geleert, nämlich in der Früh und am Abend, da ist die Chance am größten, dass sich Kröten in den Eimern befinden.
Eier in Schnüren
Wenn die Erdkröten den beschwerlichen Weg zum Tümpel hinter sich gebracht haben, legen sie ihre Eier in langen Schnüren in das Wasser – mehr als Tausend Eier pro Weibchen. Wenn das erledigt ist, ziehen sich die erwachsenen Kröten wieder in den Wald zurück, wo es angenehm kühl und feucht ist. Ihre Kinder folgen ihnen dann nach etwa drei bis vier Monaten nach – vorausgesetzt sie bleiben alle am Leben.
Die Goldfisch-Gefahr
Natürliche Feinde haben Erdkröten viele: Igel, Reiher und Storch zum Beispiel. Aber auch Goldfische können eine Gefahr für die werdenden Kröten sein. Manche Menschen setzen solche Tiere achtlos in Biotopen aus und bedenken dabei nicht, dass Goldfische Fleischfresser sind und sich liebend gern von Krötenlaich ernähren.
Quelle: BR-Kinderinsel
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